Unsere Geschichte

Winkler's Hotel Rheinischer Hof in Altenahr kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Lernen Sie hier die wichtigsten Daten in unserer Historie kennen.



1121 Erste urkundliche Erwähnung der um 1100 erbauten Burg Are
1166 Baubeginn der romanischen Pfarrkirche
1246 Burg Are gelangt mit der gleichnamigen Grafschaft an das Kölner Erzstift (Hochstaden’sche Schenkung) Das kurkölnische Amt Altenahr hatte in etwa die gleiche Ausdehnung wie die heutige Verbandsgemeinde (ohne Mayschoß, Rech u. Dernau)
1690 Eroberung der Burg Are nach neunmonatiger Belagerung durch französische Truppen König Ludwigs XIV.
1714 Zerstörung der Burg Are durch kurkölnische Truppen
1788 Amtsverwalter Philipp Anton Delhaes empfiehlt seinem Landesherrn, dem Kölner Kurfürsten Maximilian-Franz v. Österreich, den Anbau der Rebsorte Blauer Spätburgunder in der Lage „Altenahrer Eck“
1794 Einmarsch französischer Revolutionstruppen; in der Folgezeit bleibt das linke Rheinufer bis 1815 französisches Staatsgebiet
1815 Altenahr gelangt nach dem Wiener Kongress an das Königreich Preußen



1833 Felsdurchstich des Straßentunnels in Anwesenheit des Kronprinzen Friedrich Wilhelm v. Preußen; nicht verwirklichte Entwürfe zum Tunnel stammten von den Baumeistern Carl-Friedrich Schinkel u. August Stüler
1834 Eröffnung des Straßentunnels bei Altenahr, Beginn des Fremdenverkehrs



1850-54          Robert Schumann war ein gern gesehener Gast
1860 Gertrud Winkler geb. Geuer kauft das ehemalige Landhaus - heutiges Hotel Winkler -  nach einigen Jahren der Pacht Wolff Graf von Metternich ab
1879 Gründung der Winzergenossenschaft Altenahr
1884 Joseph Winkler - Gertuds Sohn- übernimmt die Leitung des Hotel Winkler

1886

Altenahr erhält Anschluss an die Ahrtalbahn



1891 "Am 30. Juli beehrte der Minister für Landwirthschaft Herr von Heyden zu Berlin unsere Ahrgemeinden in Begleitung des Herrn Oberpräsidenten Nahse, des Herrn Regierungspräsidenten von Itzenplitz, des Herrn Landrates Heising und anderer mit seinem Besuche, nahm Einsicht von den sämmtlichen Kellereien des Winzervereins von Mayschohs, liehs sich von dem Winzervereinspräsidenten Josten Vortrag über die Verhältnisse der Winzervereine halten und reiste dann nach Altenahr, wo der hohe Herr mit Gefolge im Hotel Winkler speiste."
   



   
1892 "Am Ostermontag trafen Ihre Majestät Kaiserin Friederike nebst königlichen Hoheiten Prinzessinnen Victoria und Margaretha und Sr. Durchlaucht dem Fürsten vin Schaumburg-Lippe mit dem Zuge 12.30 Uhr mittags hier ein.
Die hohen Herrschaften besuchten die hiesige Ahrburg, nahmen im Hotel Winkler ein Mittagsmahl ein und fuhren dann ca. 2 1/2 Uhr widr von hier ab."



1905    11 Hotels und Beherbergungsbetriebe existieren im Ort

 

1911    bei dem großen Hochwasser der Ahr, stand die Flut mehr als einen Meter in den Restauranträumen

 



1911 Sogar der Kaiser kam - und die Herren Bonner Studenten zu Pferd
           VON WALTHER OTTENDORFF-SIMROCK


Im vorigen Jahrhundert weilten Künstler, Dichter und Gelehrte gern in Altenahr, das sie als den Höhepunkt der Felsenromantik des Ahrtals empfanden und voll Begeisterung feierten.
Nach einer langen Wanderung ruhten sie im schönen Garten an der Ahr unter der 100jährigen Platane aus, und einer von ihnen schrieb einen kleinen Vers dankbaren Erinnerns nieder: „Ob Winkler, ob Caspary uns nimmt in seine Hut, das ist uns Larifari: es ist bei beiden gut." Daß den Männern der Feder und den Meistern des Zeichenstifts die Rotweine dieser Gemarkung besonders gut mundeten, dafür ist schon der Kunstgelehrte und aufrechte pemokrat Gottfried Kinkel, einer der frühen Entdecker der Ahr, klassischer Zeuge. In einem Poem, das eine Wanderung durch das romantische Tal humorvoll schildert, vergleicht er Altenahr sogar mit dem Himmel: „Da kamen sie ins Himmelreich und tranken Gott zum Dank sogleich den Altenahrer Bleichart." Nun, für seinen Weinkeller und seine Gastlichkeit war Winklers Hotel Rheinischer Hof schon damals weit und breit berühmt. Da fährt die große Welt, die in Bad Neuenahr zur Kur weilt, in eleganten Kutschen durch das romantische Tal und kehrt im Gasthof des Herrn Winkler ein.
Und wieder erschallt Hufgetrappel! Junge Reiter, Studenten sind es, die die weißen und blauen Seidenstürmer der feudalen Bonner Corps „Borussia" und „Hansea" tragen. Die Herren binden ihre Pferde an die Bäume des Gartens und begeben sich ohne Säumen zum Wein-Frühschoppen. Aber schon eilt Herr Winkler erneut herbei und begrüßt nun mit tiefen Verbeugungen eine aristokratisch aussehende Dame, die soeben ihrem „Dogcart", dem offenen zweirädrigen Jagdwagen, entsteigt: Prinzessin Victoria von Schaumburg-Lippe, die in Bonn residierende Schwester Wilhelms II., erweist dem Haus wieder einmal die Ehre ihrer Anwesenheit. „Das nächste Mal bringe ich aber meinen Bruder mit", sagt sie lächelnd zu dem Wirt. Der hört zwar die Botschaft, will aber nicht recht an sie glauben.
Doch am 19. Oktober 1911 ist es soweit: Der Kaiser fährt durch das jubelnde Spalier der Altenahrer Vereine und Schulklassen, der Besucher von fern und nah vor dem Winklers Hotel vor und nimmt in den festlich geschmückten Räumen ein Gabelfrühstück ein. „Vici", wie die Bonner ihr Prinzeßchen liebevoll nennen, hat Wort gehalten. Es war, wenn man die damalige Zeit berücksichtigt, ein stolzer Tag in der Geschichte des Hauses, der Gemeinde Altenahr und des ganzen Kreises. Dieser wurde in der Person des Landrats, Geheimrat Heising, „zur kaiserlichen Tafel befohlen" — so der damalige Sprachgebrauch.
aus Heimatjahrbuch Ahrweiler: 1971



1917

 

1918-30

 

1927

Brigitta Winkler, Josephs Tochter, übernimmt die Leitung des Hotel Winkler

 

Amerikanische und ab 1923 französische Besatzung

 

Eröffnung des Nürburgrings

1945

 

 

die Explosion eines Munitionszuges, der gegenüber auf der anderen Ahrseite abgestellt war, fügte dem Rheinischen Hof und dem Nachbarhaus schweren Schaden zu



30. März 1950 - Rheinzeitung 

 

"Von der Dorfschenke zum führenden Hotel"

Am 1. April sind 90 Jahre vergangen, als im Jahre 1860 die Witwe Getrud Winkler in Altenahr eine einfache Dorfschenke von dem seinerzeitigen Besitzer des Gutes "Viktor Vischel" bei Altenahr, dem Grafen Wolff-Metternich, kaufte. Im Besitz der Familie Winkler nahm das Haus einen großartigen Aufschwung und wurde weit über die nähere Umgebung bekannt. Unter anderem sah man Bonner Studenten besonders häufig auf ihren Ahrtouren hier einkehren. De älteren Altenahrer könen sich dieser Zeit noch sehr gut erinnern, als Studenten mit Pferdekutschen an die Ahr kamn.
Im Laufe der neunzig Jahre des Bestehens des heutigen Hotels "Winklers Hotel Rheinischer Hof" waren viele Prominente Gäste dieses Hauses.
Der gute Ruf des Hauses, besonders unter der jetzigen Besitzerin Fräulein Brigitta Winkler, die das Hotel seit 1917 führt, ging weit über die Landesgrenzen hinaus. So waren in dn Vorkriegsjahren die Zimmer des Hauses während der Saison durchschnittlich zu 70 bis 80 v.H. von Ausländern, meist Engländern und Holländern belegt, die auch jetzt wieder die Verbindung mit diesem Hause aufgenommen haben.
Bei der Explosion des Munitionszuges im August 1945, durch die Altenahr schwerste Schäden zugefügt wurden, wurde auch "Winklers Hotel Rheinischer Hof" besonders schwer getroffen. Nach der Katastrophe fand man zwei Bombenblindgänger in den Schlafzimmern, das Haus musste wegen schwerer Beschädigung geräumt werden. Mittlerweile sind die Schäden in jahrelanger Arbeit wieder restlos behoben. Der Wiederaufbau der bekannten, fast völlig zerstörten Glasveranda wurde in der vergangenen Woche abgeschlossen. In den nächsten Tagen wird auch die Renovierung der Fassade des Hauses beendet sein. Somit steht dann eines der vielen Altenahrer Hotels von gutem Rufe wieder zur Aufnahme seiner Gäste bereit, um an die neunzigjährige Tradition anzuknüpfen.
30. März 1950 Rheinzeitung 

1954

 

Maria Winkler - Brigittas Nichte - übernimmt die Leitung des Hotels

 

1957 Maria Winkler übergibt die Leitung des Hotel Winkler an ihre Nichte Mariechen
1987

 

Grundsteinlegung für die aufwendige Ortsumgehung der

Bundesstraße 267

1998

 

bis heute wird das Hotel von Patricia Villinger geleitet; sie ist die Nichte von  Mariechen Winkler